Kirche Peter und Paul

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Die Geschichte unserer Kirche:

Die evangelische Kirche Peter und Paul wurde 1908 erbaut
und am 8.12.1908 eingeweiht.

Im Jahre 1905 erwarb der Evang. Verein für Alzenau und Umgegend e.V. von der politischen Gemeinde Alzenau zwei Bauplätze im Hauckbruch am Ortsausgang nach Wasserlos. Auf dem Gelände befand sich ehemals die alte Kiesgrube der Gemeinde. Die Eintragung der Grund­stücke im Grundbuch erfolgte am 19. Januar 1906 bzw. am
23. Mai 1907, mit einer Gesamtfläche von 1420 qm. In der Folgezeit sind die Vorarbeiten zum Bau der Diaspora-Kirche, wie Planung und Finanzierung in Angriff genommen worden.

Am 3. März 1908 legte man die Baupläne und Kostenvoranschläge der obersten Kirchenbehörde, dem Kön.Prot. Konsistorium in Bayreuth vor „mit der ehrerbietigsten Bitte um Erteilung der kirchlichen Zustimmung ".

Nach den eingereichten Unterlagen sind die Gesamtkosten für den Bau der Kirche auf 23.000 Mark veranschlagt worden. Die Kirche sollte im Erdgeschoss 136 Sitzplätze und 40 Sitzplätze auf der Empore haben. Die Gesamtseelenzahl der evangelischen Gemeindeglieder betrug zu dieser Zeit 300 Personen. Der Evang. Verein, der als Eigentümer der beiden Bauplätze im Grundbuch eingetragen war, hatte bereits einen Betrag von 13.000 Mark aufgebracht. Darunter befand sich auch ein Darlehen in Höhe von 8.000 Mark mit 4 % Zinsen ab 1. Dez. 1908 von Paula Schuch, Gattin eines kgl. Ober­regierungsrates im Köln. Vom Gustav-Adolf-Verein erhielt der Evang. Verein einen Zuschuss von 6.000 Mark. Der Restbetrag ist teilweise durch Spenden und durch Vereinsbeiträge aufgebracht worden.

Dem Evang. Verein in Alzenau wurde empfohlen, falls noch weitere Geldmittel notwendig sein sollten, ein Gesuch um Bewilligung einer Kirchenkollekte bei der obersten Kirchenbehörde einzureichen  oder die Genehmigung einer öffentlichen Sammlung zu erbitten. Erst nachdem die Gesamtfinanzierung sichergestellt war, erteilte die oberste Kirchenbehörde, das Kön. Prot. Oberkonsistorium in München am 9. März 1908 die Genehmigung zum Bau der Diaspora-Kirche. Die Grundsteinlegung zum Bau erfolgte am 14. Juni 1908, nach etwa 1/2 - jähriger Bauzeit ist Anfang Dezember 1908 der Bau der Diaspora-Kirche vollendet worden.

Am 8. Dezember 1908 ist der Bau in einem feierlichen Akt der Gemeinde übergeben worden. Nach Vollendung der Diaspora-Kirche sind Anfang 1909 die Gottes­dienste von Wasserlos nach Alzenau verlegt worden. (Bisher wurden evang. Gottesdienste in der Gesindestube des Wasserloser Schlosses, dem heutigen Krankenhaus, gehalten).
Die Verlegung der Gottesdienste bedurfte jedoch noch der offiziellen Genehmigung durch die oberste Kirchenbehörde. Das Kön. Prot. Pfarramt Aschaffen­burg bat deshalb am 21. Juni 1909 beim Kön. Prot. Oberkonsistorium in München um die Genehmigung, die Gottesdienste von Wasserlos nach Alzenau in die neu erbaute Diaspora-Kirche verlegen zu dürfen.

Gleichzeitig wurde beantragt, "das hohe Konsistorium möge die Vermehrung der Gottesdienste in Alzenau von jährlich 10 auf 12 gütigst befürworten“.

Die Genehmigung zur Erhöhung der Gottesdienste von jährlich 10 auf 12 und die Verlegung von Wasserlos nach Alzenau ist von allerhöchster Stelle am 19. Juli 1909 erteilt worden. Die Evang. Luth. Kirchengemeinde Alzenau hatte somit eine eigene Kirche, gehörte jedoch nach wie vor als Diaspora zur Pfarrei Aschaffenburg. Die seelsorgerische Tätigkeit lag in den Händen des Reisepredigers Eckardt, der gleichzeitig II. Stadtvikar von Aschaffenburg war.

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Weitere Daten:

1880

Im gesamten Kahlgrund gab es noch kein  evangelisches Kirchengebäude. Alle Orte wurden von einem Reiseprediger aus  Aschaffenburg betreut.

15.5.1892

Erster Gottesdienst in der Gesindestube des Wasserloser Schlosses.                                     

31.12.1901

Familie des Freiherrn Mumm von Schwarzenstein stellte Gartenpavillon des Schlosses für weitere Gottesdienste zur Verfügung.

1904

Gründung des „Evangelischen Vereins für Alzenau und Umgebung“…. um das religiöse Leben unter den Protestanten in Alzenau zu fördern….“

08.12.1908

Einweihung der protestantischen Kirche in  Alzenau,
Buntglasfenster- Darstellung : Kirchenpatrone St. Peter und St. Paulus, sowie Wappenschilder.
Die Gemeinde wurde in dieser Zeit durch Reiseprediger aus Aschaffenburg versorgt (Seelsorge, Unterricht, 10 – 12 Gottesdienste im Jahr).

19.07.1909 

wurde eine Genehmigung für  Gottesdienste von allerhöchster Stelle erlassen

1962/63

Renovierung der Kirche

1963

Holzkruzifix beim Münchener Künstler Hemmeter in Auftrag gegeben

08.06.1973 

erster ökumenischer Gottesdienst in der
kath. Pfarrkirche

1988

Kirchenrenovierung anlässlich des
80. Kirchweihjubiläums

2008

Jubiläumsjahr – 100 Jahre evangelische Kirche Peter und Paul
250 Jahre Sankt Justinus
Herausgabe einer gemeinsamen Festschrift

2011

Kirchenvorplatzgestaltung und barrierefreier Zugang zur Kirche (Rollstuhlrampe)